Auf der Rüstzeit des Kirchenvorstands Anfang Januar 2008 haben wir für
die Gemeindearbeit auch die Werte diskutiert, für die unsere Gemeinde steht und
die den Stil und die Handlungsweise beschreiben, mit denen wir unsere Ziele
erreichen möchten.
Es wurde eine Liste von derzeit 11 Werten und deren Bedeutung erstellt und
die biblischen Grundlagen dafür erarbeitet. Der Gemeinde wurden die Werte
in einer Predigtreihe erläutert. Die Predigten können Sie, soweit verfügbar, als
Podcast beim jeweiligen Wert downloaden
Nächstenliebe
Matthäus 22, 37-39: 37 Jesus aber
antwortete ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von
ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5. Mose 6,5).38 Dies ist das höchste und
größte Gebot.39 Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten
lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18).
Für die Gemeinde bedeutet das: Die Liebe zu Gott, zu uns selbst und
zum Nächsten geschieht auf dem Hintergrund der Liebe Gottes zu jedem von uns.
Diese Liebe spiegelt sich in unserem Handeln wider.
Predigt und "Frage und Antwort" vom 15.06.2008 (Pfr.
Markus Wandtke)
Gastfreundschaft
1. Petrus 4, 9-10: 9 Seid [a]
gastfrei untereinander ohne Murren. (Hebr 13,2) 10 Und dient einander, ein jeder
mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei
Gnade Gottes:
Für die Gemeinde bedeutet das: Wir möchten, dass (alle) Menschen sich bei
uns wohl fühlen. Dafür setzen wir die von Gott gegebenen Gaben und
Möglichkeiten ein.
Predigt aus dem Familiengottesdienst vom 20.07.2008 (Pfr.
Markus Wandtke)
Wohltätigkeit
Matthäus 25, 40: Was ihr getan habt
einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.
Für die Gemeinde bedeutet das: Besonders in unserem Blickfeld sind
Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen und hilfsbedürftig sind.
Gemäß den Worten unseres Herrn, gehen wir davon aus, dass wir in diesen Menschen
ihm selbst begegnen.
Predigt vom 19.10.2008 (Pfrin. Susanne Hofmann)
Freundlichkeit
Epheser 4, 32: 32 Seid
aber untereinander freundlich und herzlich und [a] vergebt einer dem andern, wie
auch Gott euch vergeben hat in Christus.
Für die Gemeinde bedeutet das: Aus der Gewissheit der Vergebung, die wir
in Christus täglich erleben, erwächst die Kraft zur gegenseitigen Vergebung und
zu einem von der Liebe geprägten Umgang miteinander
Predigt vom 01.06.2008 (Pfr. Markus Wandtke)
Offenheit
1. Korinther 9, 20 ff: 19 Denn obwohl
ich frei bin von jedermann, [a] habe ich doch mich selbst jedermann zum Knecht
gemacht, damit ich möglichst viele gewinne.20 [a] Den Juden bin ich wie ein Jude
geworden, damit ich die Juden gewinne. Denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich
wie einer unter dem Gesetz geworden - obwohl ich selbst nicht unter dem Gesetz
bin -, damit ich die, die unter dem Gesetz sind, gewinne. 21 Denen, die ohne
Gesetz sind, [a] bin ich wie einer ohne Gesetz geworden - obwohl ich doch nicht
ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin in dem Gesetz Christi -, damit ich die,
die ohne Gesetz sind, gewinne.22 Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden,
[a] damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf
alle Weise einige rette.23 Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, um an
ihm teilzuhaben.
Für die Gemeinde bedeutet das: Wir wollen Wege beschreiten um Menschen in
ihren Lebenssituationen zu begegnen und Sie in angemessener Weise mit dem
Evangelium in Kontakt zu bringen.
Predigt vom 27.07.2008 (Lektor Gerhard Goßler)
Vertrauen
Matthäus 7, 24f: Mt 7,24-27 Vom Hausbau.
Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der
sein Haus auf Fels baute. 25 Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen
und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es
war auf Fels gegründet. 26 Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der
gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. 27 Als nun ein
Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das
Haus, da fiel es ein, und sein Fall war groß.
Für die Gemeinde bedeutet das: Der Glaube trägt zu allen Zeiten, auch in
den schwierigsten Situationen. Dieses Grundvertrauen schafft die Basis für
unseren vertrauensvollen Umgang miteinander.
Freiheit und Verantwortung
Galater 5,1ff : Zur
[a] Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und [b] laßt euch nicht
wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! 2 Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wenn
ihr euch beschneiden laßt, so wird euch Christus nichts nützen. 3 Ich bezeuge
abermals einem jeden, der sich beschneiden läßt, daß er das ganze Gesetz zu tun
schuldig ist. 4 Ihr habt Christus verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht
werden wollt, und seid aus der Gnade gefallen. 5 Denn wir warten im Geist durch
den Glauben auf die Gerechtigkeit, auf die man hoffen muß.
1. Thess. 5, 21:
21 Prüft aber alles, und das Gute behaltet.
Für die Gemeinde bedeutet das: Aus dem Glauben an Christus heraus können
wir frei von gesellschaftlichen, politischen und kirchlichen Zwängen unsere
Verantwortung für unsere Mitmenschen und die Welt, in der wir leben, wahrnehmen
und couragiert auch zu brisanten Themen Stellung beziehen.
Predigt vom 22.06.2008 (Lektor Gerhard Goßler)
Geschwisterliche Gotteskindschaft
Römer 2, 11: 11 Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott.
Galater 6,1-10
Für die Gemeinde bedeutet das: Da bei Gott kein Ansehen der Person ist,
liegen uns alle Menschen, die uns anvertraut sind, gleichermaßen am Herzen.
Predigt vom 15.06.2008 (Pfr. Roland Buchholzer)
Authentizität - Glaube und Leben stimmen überein -
Jüngerschaft
Matthäus 5,13ff+37 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht
mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als daß man es
wegschüttet und läßt es von den Leuten zertreten. 14 Ihr seid [a] das Licht der
Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. 15 Man
zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf
einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. 16 So laßt [a] euer
Licht leuchten vor den Leuten, damit sie [b] eure guten Werke sehen und euren
Vater im Himmel preisen. 37 Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber
ist, das ist vom Übel.
Römer 12, 1-2: Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die
Barmherzigkeit Gottes, daß ihr [a] eure Leiber hingebt als ein Opfer, das
lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger
Gottesdienst. 2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch
[a] durch Erneuerung eures Sinnes, [b] damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille
ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
Für die Gemeinde bedeutet das: Wir orientieren unser Leben an der
Botschaft Jesu im Bewusstsein, immer wieder schuldig zu werden. Im Vertrauen auf
die Vergebung durch Christus gehen wir mit unseren Fehlern offen um und streben
nach dem, was Gottes Wille ist.
Predigt vom 13.07.2008 (Pfr. Roland Buchholzer)
Freude an Gott
Psalm 73, 28: 28 Aber das ist meine Freude, daß ich mich zu Gott halte und
meine Zuversicht setze auf Gott, den HERRN, daß ich verkündige all dein
Tun.
Nehemia 8, 10: 10 Darum sprach er zu ihnen: Geht hin und eßt fette Speisen
und trinkt süße Getränke und sendet davon auch denen, die nichts für sich
bereitet haben; denn dieser Tag ist heilig unserm Herrn. Und seid nicht
bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke.
Für die Gemeinde bedeutet das: Unsere Freude über unsere Erlösung und die
lebendige Beziehung zu Gott wird in der Gemeinde sichtbar und spürbar.
(Liebe zum Detail, Musik, Feiern…)
Predigt vom 29.06.2008 (Pfr. Markus
Wandtke)
Handlungsfreiheit
2. Korinther 9, 8: Gott aber kann machen, daß alle Gnade unter euch
reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch
reich seid zu jedem guten Werk;
Psalm 36, 10: Denn bei dir ist [a] die Quelle des Lebens, und in
deinem Lichte sehen wir das Licht.
Matthäus 6,19ff Vom Sorgen
Für die Gemeinde bedeutet das: Weil Glaube unser Leben reich macht
und Gott uns zusagt, uns alles zu geben, was wir zum Leben brauchen, werden
unsere Hände und unser Herz frei zu geben und zu handeln.
Predigt vom 27.07.2008 (Lektor Gerhard
Goßler)